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© taz, 24.11.2014/ Von Anne-Sophie Balzer


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Kerzenständer und Klangteppiche

LOCATION Open-Mic-Abende und Konzerte in gediegener Atmosphäre: In Neukölln gibt es seit einigen Monaten ein "Prachtwerk"

Es gehört sich überhaupt nicht, einen Artikel über ein Musikcafé auf der Toilette beginnen zu lassen. Aber im Neuköllner Prachtwerk bietet es sich an, den Rundgang am stillen Örtchen zu beginnen. Zwei Räume zum Pinkeln in stilvoller Atmosphäre, im Vorraum Blümchensofas, die Waschbecken sind in alte Nähmaschinentische eingelassen, im Nachbarraum hängen Arbeiten der Künstlerin Dikla Stern. Und jetzt das Beste: Die Boxen auf der Toilette sind so gut, dass man sogar das Sandpapier-Hauchen in der Stimme von Brooke Singer von French for Rabbits hören kann, die gerade oben auf der Bühne auftreten. Die beste Toilettenanlage Berlins!

French for Rabbits kommen aus Waikuku Beach, Neuseeland, und sind nach Europa gekommen, um ihr erstes Album zu bewerben. Brooke Singer und Gitarrist John Fitzgerald haben die Band 2011 gegründet und sich mit ihrem verträumten Pop mit Folk- und Jazz-Zwischentönen in ihrem Heimatland mittlerweile einen Namen gemacht. Das Prachtwerk ist an diesem Samstagabend ganz gut gefüllt, etwa 120 Leute sind gekommen. Sängerin Brooke ist sichtlich gerührt ob des Interesses. Berlin muss für Musiker aus Down Under ein Angstgegner sein.

Die Texte, die Brooke schreibt und mit samtweicher Stimme vorträgt, sind melancholisch, manchmal auch wütend. Die Single "Goat" ist eine Ode an die Sturköpfigkeit: "I won't be the first to say I'm sorry / Even if it's my fault / It's not like I have a heart of gold / but I'm honest to outvote / And I'm as stubborn as a goat." Darüber legt sich ein Klangteppich aus einem plätschernden Keyboard und einer zweiten Akustikgitarre. "Quiet is the new loud" ist jedoch nicht das Motto der Band. Um zu sehen, was das Album an Atmosphäre zu bieten habe, solle man doch mal die Anlage aufdrehen, rät die Band auf Twitter.

Das Prachtwerk bietet an diesem Abend eine gute Mischung aus Kneipenstimmung und Konzert, an den hinteren Plätzen wird beim Bier erzählt, vorne an den massiven Holztischen mit wuchtigen Kerzenständern lauscht man dem Konzert.

Wohnzimmerkonzerte als Testlauf

Das sei auch das Konzept gewesen, erzählt Geschäftsführer und Inhaber John Hasler, der gemeinsam mit seiner Frau vor ein paar Jahren aus den Staaten nach Berlin zog. Das Prachtwerk-Konzept habe man zunächst bei sich zu Hause ausgetestet und regelmäßig Wohnzimmerkonzerte veranstaltet, bevor man sich dann an eine eigene Location heranwagte. "Wir wollen vom Kiez angenommen werden, dazu mussten wir uns erst mal ein Netzwerk aus Musikern und Musikliebhabern aufbauen", sagt Hasler, der, ganz unpassend zur Einrichtung und zum musikalischen Genre des Abends ein grünes Guns'n'Roses-Shirt trägt. Über der Bar hängen Glühbirnen an einer Kupferrohrkonstruktion, das Bier vom Fass kostet 2,50, alle Cocktails 7 Euro. Für die typische Neuköllner Urigkeit hat das Prachtwerk zu hohe Decken, ist zu kunstvoll eingerichtet und auch die omnipräsenten Raucherwolken fehlen. Gemütlich ist es trotzdem. Das Publikum ist gemischt, Weserstraßen-Schickeria, speziell fürs Konzert Angereiste und auch ältere Besucher sitzen beieinander.

Immer Mittwochs finden im Prachtwerk, das seit Februar geöffnet hat, Open-Mic-Abende statt - die Nachfrage, dort aufzutreten, ist inzwischen groß, erzählen die Betreiber. Dazu treten regelmäßig Künstler auf; im November habe man fest jeden Tag Veranstaltungen gehabt. Zwischen 80 und 120 Leute kämen auch unter der Woche zu den Konzerten.

Werbung macht das Prachtwerk fast keine. Ein paar Mal gab es Annoncen in Berliner Zeitungen, der Rest ist offenbar Mund-zu-Mund-Propaganda. Alle Reingewinne werden in soziale Projekte investiert, Kaffee und Essen sind fair gehandelt, erzählt Hasler noch schnell. Dann muss er wieder an die Bar und Bier zapfen. Vorne auf der Bühne spielen French for Rabbits ihr letztes Lied, es ist kurz vor elf. Die meisten bleiben nach dem Konzert noch ein Weilchen.



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© Deutschlandradio Kultur, 21.07.2013/ Von Elisabeth Nehring


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Der besondere Charme der Brache

Wie sich ein altes Berliner Industriegelände zu einem Treffpunkt für Künstler und Kulturinteressierte entwickelt

... Dikla Stern malt eine fast kubistisch wirkende, scharf kontrastierte "Nazi-Braut" in Schwesterntracht; der Fotograph Alexander Schippel zeigt die Schöneweider Bärenquell-Brauerei als mittelalterliche Burg, die über der verschneiten Brandenburgischen Landschaft thront, und die scharz-weiß Fotos von Mike Masoni ...



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© BLN FM, 12.07.2013/ 14:00 Uhr/ Von Claudia Obritzhauser


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Schöneweide Art Festival - Kunst zum niederknien

Kunst am Spreeknie 2011, Heizhaus

Das "Schöneweide Art Festival" begann vor sechs Jahren mit einigen, wenigen geöffneten Ateliers. 2013 hat es sich zu einem Großereignis gemaustert. Den Auftakt zu dem zehntägigen Kunstfestival macht die "Werkschau" der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) vom 12.7.-14.7.2013. Auf dem Geländer präsentieren Studierende des Fachbereichs "Gestaltung" ihre Semesterarbeiten...
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© Bpigs, 18. Februar 2013/ 11.11h


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What Did I Miss at SUPERMARKET 2013

Supermarket - Stockholm Independent Art Fair took place from the 15th of February to the 17th of February at the culturual heart of Stockholm, Kulturhuset (House of Culture). With 88 participating artist's initiatives from more than 30 different countries world-wide, Supermarket has become Nordic region's largest art fair. Berlin was represented with ...



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Focus
© Focus, 13. Februar 2012


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Berlin erfindet neuen Kunstherbst

Basel, London, New York, Tokio, Shanghai – die Liste renommierter Kunstmessen ist lang. Aber ausgerechnet Berlin, eine der quirligsten Kunstmetropolen überhaupt, hat kein internationales Messeformat....Basel, London, New York, Tokio, Shanghai – die Liste renommierter Kunstmessen ist lang. Aber ausgerechnet Berlin, eine der quirligsten Kunstmetropolen überhaupt, hat kein internationales Messeformat....



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© artinfo24, 18.02.2013


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Berliner Liste 2012 - junge zeitgenössische Kunst entdecken

Heute ab 18 Uhr öffnet die Kunstmesse Berliner Liste bereits im neunten Jahr und zeigt vielversprechende und aufstrebende zeitgenössische Kunst

Ausstellen werden über 120 Galerien, Projekträume sowie Künstlergruppen aus 26 Länder. Wie im Vorjahr hat man sich als Messestandort für das Industrieambiente versprühende MUMA | Kraftwerk in Berlin/Mitte (ehemals TRAFO) entschieden. Verantwortlich für die Auswahl der nationalen und internationalen Teilnehmer sowie für alle kuratorischen Angelegenheiten ist dieses Jahr Dr. Gerhard Charles Rump. ...



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© artparasites, 18.02.2013


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Stockholm`s Supermarket: A Cabinet of Curiosities

From the Stockholm Independent Art Fair, the curator of Berlin's M{}esum of absence, loss and unrealised possibilities – Anna Livia Löwendahl – reports back.

SUPERMARKET, the three day Stockholm Independent Art Fair, just drew to a close yesterday evening. Before the Berlin-based gallerists have even had a chance to step foot in Germany, we bring you the scoop from the north. Our first report comes from Anna Livia Löwendahl, the curator of Berlin's M{}esum and the mastermind behind the space's first art fair.. ...


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© Arterritory, 18.02.2013


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Art, Artier, The Artiest

The platform Stockholm Art Week is launched for the first time this year and is the fruit of a sequence of art events always concentrated in specific period in February, spanning across the last 8 years. In 2006, MARKET Art Fair opened its doors for the first time as an initiative from several of the commercial galleries looking to create a fair of international standard in central Stockholm that would focus on Swedish and Nordic galleries. It has grown to arguably ...



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Inka Stadtmagazin - Karlsruhe und Region
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Karlsruher Künstlermesse

Kunst sehen, hören und nicht zuletzt auch käuflich erwerben können die Besucherinnen und Besucher der 19. Karlsruher Künstlermesse im Regierungspräsidium am Rondellplatz. 19 Künstler aus Karlsruhe und der Region präsentieren an diesem Wochenende ihre von einer hochkarätigen Fachjury ausgewählten Arbeiten, da­runter auch Studierende der höheren Semester einer Kunsthochschule. ...



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19. Karlsruher Künstlermesse

Die Künstlermesse gibt den Künstlerinnen und Künstlern der Region Gelegenheit, ihre Arbeiten während des Messewochenendes selbst der Öffentlichkeit vorzustellen. Um die Teilnahme an der Karlsruher Künstlermesse bewerben konnten sich freischaffende bildende Künstlerinnen und Künstler, die in Karlsruhe oder der Region leben und arbeiten, ebenso Studierende einer der Kunsthochschulen dieses Einzugsbereiches ab dem 7. Semester. ...



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